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Treppensäule — Handlauf — Tisch


[…] So ist der Gang eines Menschen, der in gleichen Schritten fortgeht, regelmäßig, da das Gehen eines Tänzers schon zierlich genannt wird. (Johann Georg Sulzer — „Regelmäßigkeit“ allgemeine Theorie der Schönen Künste)

Künstlerische Intervention
Die Grundidee der künstlerischen Intervention ist ein Reagieren auf die „Regelmäßigkeit“ der sich wiederholenden Maße — auf Höhen und Tiefen der Trittflächen der Treppe - somit eine Gegenbewegung auf die vorhandene Form und Optik.
So will die Intervention ein bewusstes Wechselspiel von „Regelmäßigem“ und „Unregelmäßigem“ sein: Rezeption — Ebene, Antrittsäule — „Einstieg“, Vorbereich — Durchgang und Treppenaufgang —„Aufstieg“.
Durch die gebogenen Geländersprossen und den geraden, versetzten und teils geschwungenen Handlauf wird die gewohnte Situation bzw. der gewohnte Gehrhythmus gestört und gleicht einem Tanz, oder wenn man so will, dem Rhythmus und dem Tempo in der Musik: „adagio“, „vivace ma non troppo“ oder „moderato“ ?
Der Handlauf bündelt und bestimmt die körperliche Interaktion von Tasten, Greifen, Steigen, Schreiten, Bewegung und die Körpersprache.
Die Antrittsäule, die Materialwahl sowie der Materialwechsel von Hart (Metall) auf Weich (Holz) samt farbigen Schutz-Sockel ist eine Neuinterpretation der Treppenhäuser vergangener Epochen und Stile und verweist nicht zuletzt auf die langjährige Handwerkstradition der Firma barth.

Manfred Alois Mayr










Foto: Archiv M. A. Mayr


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